Wie alle rheinland-pfälzischen Schulen haben auch wir in den vergangenen Jahren ein Qualitätsprogramm erstellt. Dieses umfasst die drei Hauptpunkte:
Alle drei Punkte umfassen vielfältige Übungs- und Lernsituationen, die sich gegenseitig bedingen und unterstützen. Zahlreiche Methoden und Aktionen im Schulalltag helfen dabei, die von uns angestrebten Ziele zu erreichen. Didaktisch aufgebaut sind alle Vorgehensweisen nach dem Prinzip des spiralförmigen Lernens und umfassen somit alle Klassenstufen.
Im folgenden möchten wir Ihnen die wichtigsten Überlegungen und Vorgehensweisen dazu vorstellen.
Da aus unserer Sicht die Leseförderung eine der wichtigsten Aufgaben der Schule ist, legten wir darauf den Schwerpunkt. Unsere Schülerinnen und Schüler sollen Freude am Lesen haben und flüssig und betont vorlesen können. Dazu steht ihnen ein vielfältiges Angebot der Schule zur Verfügung:
Darüber hinaus ist uns ein wichtiges Anliegen, die Leistungen der Kinder beim sinnverstehenden Lesen zu verbessern. Wir erreichen dies durch:
Die Übungen zu systematischem Lesen sollen die Schüler anleiten, Texten selbstständig Informationen zu entnehmen und das Gelesene mit eigenen Worten wiedergeben zu können. Dies ist eine Kompetenz,
die die Schülerinnen und Schüler auch in den weiterführenden Schulen und beim lebenslagen Lernen benötigen werden.
Ziel: Steigerung der Lesekompetenz, besonderer Schwerpunkt: Informationen aus Sachtexten entnehmen und ordnen können.
Folgende Lerntechniken sollen dabei helfen:
Klasse 1:
Klasse 2:
Klasse 3:
Klasse 4:
Jeweils am Ende eines Schuljahres soll überprüft werden, ob das intensivere Üben im Sinne Klipperts bei den Schülerinnen und Schülern zu einer Steigerung der Lesekompetenz beigetragen hat.
Klasse 1 bis 4:
Klasse 2:
Klasse 3:
Klasse 4:
1. Lege dir einen Bleistift, Lineal, Radiergummi, Textmarker, einen dünnen roten Stift und einen Zettel bereit!
2. Lies den Text in Ruhe durch, damit du weißt, um was es geht! Kreise dabei unbekannte Wörter ein, deren Bedeutung du noch klären musst!
3. Lies den Text noch einmal! Überlege dir, auf welche Fragen du eine Antwort bekommst! Schreibe diese Fragen auf!
4. Lies den Text genau durch! Unterstreiche mit Bleistift die Antworten, die du auf deine Fragen bekommst!
5. Lies dir das Unterstrichene nochmals durch und hebe nur die allerwichtigsten Begriffe mit dem Textmarker hervor! Wenige zusätzliche Informationen, die deine Schlüsselbegriffe erklären, darfst du
mit dünnem rotem Stift unterstreichen.
6. Schreibe nun deine Schlüsselbegriffe auf einen Zettel und schaue nach, ob du mit ihrer Hilfe den Text nacherzählen kannst!
Zusätzlich zum Lesen legen wir großen Wert auf die Förderung und Ausbildung der Sozialkompetenz unser Schülerinnen und Schüler. Ziel ist es, neben dem Entwickeln der persönlichen Kompetenzen eines jeden Kindes, an unserer Schule ein friedliches und angstfreies Miteinander zu schaffen, in dem Lernen für alle möglich ist.
Dies geschieht auf zwei festgelegten Ebenen: Die erste Ebene befasst sich mit der Prävention von aggressivem Verhalten und dem richtigen Umgang mit Streitsituationen, nimmt also die Resilienzentwicklung in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Die zweite Ebene legt den Schwerpunkt auf die Ausbildung von Empathie und Sozialkompetenz im gesellschaftlichen Bereich.
Um den Zielen der ersten Ebene gerecht zu werden, haben die Schülerinnen und Schüler der dritten Klasse einmal wöchentlich Sozialkompetenztraining. Dies erfolgt im Klassenverband und mithilfe des Programms "ICH-DU-WIR". In dieser "Sozialstunde" beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler zunächst mit sich selbst, also den eigenen Stärken und Schwächen (ICH). Dies ist die Grundlage, um dann in einem zweiten Teil die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu den Klassenkameraden festzustellen (DU). Am Ende dieses Prozesses liegt der Fokus anschließend auf der Klassengemeinschaft, die daraus erwachsen kann und wie man diese stärken kann (WIR).
Weiterführende Informationen zu "ICH-DU-WIR" finden sie auf der Internetseite des Bildungsservers RLP.
Begleitend und unterstützend dazu lernen die Kinder das richtige Verhalten im Streitfall. Mehrere Kolleginnen und Kollegen unserer Schule haben sich zum Thema "Streitschlichtung mit und von Kindern" fortgebildet und vermitteln wichtige Strategien für eine gewaltfreie Streitkultur.
Eine wichtiger Stützpfeiler während dieser Lernprozesse ist unsere Schulsozialarbeit. Frau Nöldner unterstützt die unterrichtenden Lehrkräfte, nicht nur in den Sozialstunden, sondern bietet auch die Arbeit mit einzelnen Klassen an, in denen das friedliche Miteinander zusätzliche Unterstützung erfordert. Ebenso wendet sie sich ggf. auch einzelnen Schülerinnen und Schülern zu, die diese Aufmerksamkeit benötigen.
Die zur zweiten Ebene gehörenden Fertigkeiten werden u.a. durch unsere Kooperation mit dem ortsansässigen Seniorenpark "Carpe Diem" erworben.
Kinder im Grundschulalter profitieren auf besondere Weise von den festgelegten Besuchen dort, indem sie Zeit mit den Bewohnerinnen und Bewohnern verbringen. Solche Begegnungen schaffen eine wertvolle Brücke zwischen den Generationen: Kinder erleben ältere Menschen nicht nur als „alte Leute“, sondern als Persönlichkeiten mit spannenden Lebensgeschichten, Erfahrungen und Gefühlen. Gleichzeitig erfahren die Seniorinnen und Senioren Aufmerksamkeit, Freude und Lebendigkeit im Alltag.
Gerade durch kreative und spielerische Aktivitäten – gemeinsames Basteln, Singen, Vorlesen oder kleine Spiele – entsteht eine ungezwungene Atmosphäre, in der Berührungsängste schnell abgebaut werden. Kinder entwickeln dabei Empathie, Rücksichtnahme und soziale Verantwortung. Sie üben, zuzuhören, sich auf andere einzulassen und Unterschiede wertzuschätzen. Diese Erfahrungen stärken ihre soziale und emotionale Entwicklung nachhaltig.
Solche generationenübergreifenden Begegnungen tragen viel dazu bei, Vorurteile abzubauen und ein respektvolles Miteinander in unserer Gesellschaft zu fördern. Unsere Schülerinnen und Schüler lernen früh, dass jeder Mensch – unabhängig vom Alter – Teil der Gemeinschaft ist und etwas Wertvolles beizutragen hat.
Um diese Kompetenzen auch in den Schulalltag zu integrieren und den Kindern die Chance zu geben, die gemachten Erfahrungen zu übertragen, steht auf unserem Schulhof die "Du-bist-nicht-alleine!"-Bank. Hierauf können Schülerinnen und Schüler Platz nehmen, die keinen Spielpartner gefunden haben. So haben die Mitschülerinnen und Mitschüler die Möglichkeit, aktiv auf das betreffende Kind zuzugehen.
Zusammenarbeit mit den Kindertagesstätten
Um erfolgreich den Übergang von der Kindertagesstätte zur Grundschule gestalten zu können, ist der Austausch zwischen Erzieherinnen und Erziehern und Lehrkräften notwendig. Dazu haben wir einen
Pädagogischen Stammtisch eingerichtet. Dort werden Erziehungskonzepte abgeglichen und Wünsche und Anregungen diskutiert. Gegenseitige Hospitationen ergänzen diesen Austausch über Maßnahmen,
die den zukünftigen Grundschülerinnen und Grundschülern den Übergang erleichtern. Dazu gehört neben dem SINUS-TAG auch der traditionelle Schnuppermorgen, an dem die Kita-Kinder an einem
Schulvormittag MINT-Themen kennen lernen bzw. am Unterricht teilnehmen.
Zusammenarbeit mit den weiterführenden Schulen
Von den weiterführenden Schulen im Umkreis werden unsere Schülerinnen und Schüler regelmäßig und frühzeitig zum "Tag der offenen Tür" eingeladen. Während die Viertklässler an verschiedenen
Unterrichtsstunden teilnehmen und durch die Schulgebäude geführt werden, wird den Eltern ein Rahmenprogramm angeboten, durch das sie das Besondere der jeweiligen Schule kennenlernen. In lockerer
Folge tauschen sich die verschiedenen Kollegien untereinander über Unterrichtsformen und Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler sowie die gestellten Anforderungen aus.